Rock on - Walk on - Auch Rocker Wandern (6.-9. Juni 2008)

Auch der größte Wandersmann muß mal aus sich rausgehen und deswegen fahre ich nun seit vier Jahren zu Rock am Ring in der Eifel. Der erfahrene Ringrochen wird jetzt sicher denken: “Hui, vier mal, alle Achtung! Nur ein Snobbo-Zisse würde sowas in der Einleitung erwähnen…”. Solchen Idioten will ich aber nur entgegen werfen, daß ich dieses Jahr keinen einzigen Longdrink auf dem Gelände gekauft habe.

Warum ich den Besuch bei Rock am Ring auf meinem kleinen Wander-Blog erwähne, wird sich sicher der unwissende reine Wandersfreund fragen. Der Grund - oder nennen wir es eher Vorwand - ist der lange Fußmarsch vom Festivalgelände zurück zum Zeltplatz. Für all die Fußlahmen sei nochmal festgestellt, daß das nur gut 3 Kilometer sind und man das tatsächlich in 45 Minuten schaffen kann, wenn man nicht versucht, mit der Leitplanke Pogo zu tanzen.

Wie auch im Vorjahr war es genau die richtige Entscheidung, mit auf den Campingplatz zu gehen und sich nicht für die Nacht irgendwo einzuquartieren. In diesem Jahr galt das insbesondere, weil das gemeinsame Campen mit den Rochen und Rockschlampen ganz klar die bessere Hälfte des Festivals war. Die andere Hälfte, das Musikprogramm, war zwar nicht schlecht, hat mich aber in diesem Jahr nicht so überzeugt, wie im letzten Jahr. Da bin ich z.B. von Bands wie Muse, Kaiser Chiefs oder White Stripes angenehm überrascht worden. In diesem Jahr würde ich den souveränen Auftritt von Metallica hervorheben, besonders weil sie sehr viel vom recht alten (sogar ersten?) Album “Ride the Lightning” gespielt haben.

Ansonsten hat mir der Sonntag abend am meisten Spaß gemacht mit “Fettes Brot”, den “Sportfreunden Stiller” und unserm kölschen Jung Poldi, der mich auf der Suche nach dem Titel weit voran gebracht hat. Zumindest weiß ich, daß der Titel sich wohl doch nicht in der Eifel befindet. Fettes Brot sind auf einem Rockfestival richtig gut, weil sie sich von einer ordentlichen Rockband unterstützen lassen, um ihre guten Stücke mit den aus meiner Sicht zwingend notwendigen Gitarrensounds zu unterlegen. Daß die Sporties nach ihnen gespielt haben, lag wohl eindeutig am darauf folgenden Fußballspiel. Eine Ehre war es natürlich auch am Freitag Motörhead zu sehen (”We are Motörhead and we play Rock and Roll”).

Eine unheimliche Aufnahme habe ich übrigens auch noch machen können. Diese könnte eventuell helfen, den am 4. Juni in Köln-Porz gesichteten Gewittermann ausfindig zu machen.

Gewittermann

Zur Organisation des Festivals möchte ich hier als vorletztes noch zwei Anmerkungen machen:

  1. Die Linienführung der Busse war am Freitag eine echte Katastrophe. An der Haltestelle “Grüne Hölle” war es zunächst fast unmöglich, mit dem Bus zum Festivalgelände zu fahren. Aus einem mir nicht ersichtlichen Grund fuhren die Busse zunächst alle Haltestellen vom Festivalgelände aus nacheinander an, um dann auf der Rückfahrt nicht mehr anzuhalten. Dadurch musste man entweder ca. 1 Stunde mit dem Bus hin und her fahren oder laufen. Beim Warten und Hoffen, daß mal ein Bus auf dem Weg zum Gelände anhalten würde, wurde man leider enttäuscht. Da einige der Busse sogar fast leer waren, stieg die Verärgerung der wartenden Besucher, bis sich die mit dieser Situation überforderten Sicherheitsangestellten gezwungen sahen, Verstärkung zu rufen.
    Zum Glück war der Chef der Verstärkung tatsächlich recht kompetent und hat dafür gesorgt, das ab dann auch Busse auf dem Weg zum Festivalgelände an der Haltestelle hielten. Bei der Professionalität des Festivals und den Preisen wäre eine gute Organisation von Anfang an aber sicher einzufordern, zumal das im letzten Jahr überhaupt kein Problem war.
  2. Ein auch im deutschen Fußball zu beobachtendes Phänomen ist der zwiespältige Umgang mit Bengalos. Einerseits wird während des Festivals immer wieder auf den Videoleinwänden vor Crowdsurfen und eben Bengalos gewarnt und ein Verweis angedroht. Andererseits wird aber während der Bandauftritte bei brennenden Bengalos mit der Kamera drauf gehalten und die tolle Stimmung gezeigt. Meiner Meinung sollte man sich da mal entscheiden. Im Fußball scheint man das übrigens mittlerweile begriffen zu haben. Weil ich ja niemandem verbiete Bengalos anzuzünden, darf ich auch ein tolles Bild davon zeigen…

Zum Crowdsurfen nur kurz: Wenn einen ein Kurzer nervt, eignet sich ein schneller Wurf sehr gut, um das nervende kurze Objekt mal eben von der Crowd entsorgen zu lassen.

Als letztes soll ein Bild vom schönen Panorama nochmal als Motivation dienen, den Ort des Rockvergnügens mal zu einer richtigen Wanderung zu besuchen.

Panorama mit der hohen Acht

Als allerletztes bleibt mir noch zu sagen, daß das Wochenende wieder ein großartiges Erlebnis war und ich mit den besten Rochen und Schlampen des Festvals unterwegs war. Wir werden zwar immer älter, aber mit Gemüse auf dem Grill, Energie aus Frühstücksspeck und -eiern und den richtig gemischten Fitnessdrinks werden wir sicher noch ein paar Jahre überstehen.

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An der schönen Ahr (1. Juni 2008 + 2 alte Touren)

Eine Herrentour an die schöne Ahr war die letzte Tour nicht. Der Anlass war der Geburtstag unserer Freundin M., die uns nach einem wie immer sehr leckerem Frühstück alle an die Ahr nach Ahrweiler gelotst hat. Mit 10 Erwachsenen, einem Muckelchen und einem Hund sind die logistischen Herrausforderungen - aber auch die Möglichkeiten - natürlich größer als z.B. bei einer Wanderung alleine wie bei der um Rösrath. Da wir mit vier Autos unterwegs waren, war es kein Problem, eins an der Römervilla in Ahrweiler stehen zu lassen und mit den anderen dreien nach Marienthal zu fahren.

Dort angekommen machten wir uns auf die ca. 6 km entlang des Rotweinwanderwegs zurück nach Ahrweiler. Die Route kann man hier sehen. Das erste Stück sind wir übrigens nicht auf dem Rotweinwanderweg gegangen, das liegt etwas weiter südlich und geht in Serpentinen den Weinberg hinauf. Nach ca. 2/3 des langen Weges ;) haben wir am Försterhof Pause gemacht. Wir haben nur etwas getrunken, aber das Essen sah auf jeden Fall gut aus. Das Eis und das eine Stück Kuchen, das wir selber probiert haben, waren gut. Am Hotel Hohenzollern haben dann die meisten noch eine Tasse Kaffee getrunken, während 5 von uns mit dem an der Römervilla geparkten Auto nach Marienthal gefahren sind, um die anderen Autos zu holen.

Im Gegensatz zu dieser doch recht kurzen Tour war ich vorher zweimal mit meiner besseren Hälfte für ein längeres Stück an der Ahr wandern. Route 1 (dargestellt in Gelb) ging von Ahrweiler bis Rech und führte uns über das weiter oben beschriebene Stück. Route 2 (dargestellt in Orange) führte dann weiter von Rech bis Ahrbrück. Das Stück von Altenahr bis Ahrbrück führt nicht mehr so klassisch durch die Weinberge.

Beide Male sind wir mit der Ahrtalbahn zum Ausgangspunkt zurückgekehrt. Das ist das Gute im Ahrtal, daß man weder Rundwege gehen muß noch mit zwei Autos fahren muß.

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Von Rösrath-Stümpen nach Honrath (16. März 2008)

Die folgende Tour ist relativ spontan entstanden, als ich feststellte, daß meine bessere Hälfte zu einer Dienstreise schon Sonntags früh aufbrechen mußte. Zum Glück ist das äußerst selten und sollte wenn möglich immer vermieden werden. Am 16. März 2008 bescherte mir das aber eine recht schöne Tour, die mir wieder mal gezeigt hat, daß es beim Wandern eben kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung gibt.

Ich brachte S. zum Flughafen und fuhr von dort aus zur Regionalbahnhaltestelle in Rösrath-Stümpen. Dort bin ich zunächst einmal wieder auf den alten Trick aller Verkehrsbetriebe der Welt reingefallen und wartete auf eine Regionalbahn Richtung Honrath, die aber nur werktags fährt. Ich hatte eigentlich vor zuerst mit der Bahn zu fahren und dann an den Ausgangspunkt zurück zu laufen. Das hat nämlich zwei Vorteile:

  1. Man kann sich normalerweise zu Beginn der Tour besser nach dem Fahrplan richten. Man weiß ja nie, wie lange man für die Strecke beim Wandern braucht.
  2. Man riecht vor einer Wanderung normalerweise deutlich besser als danach. Die Mitreisenden im Zug oder Bus danken das einem bzw. ärgern sich eben nicht.

Zum Glück war es mir das aber relativ egal und ich bin die Strecke einfach andersherum gelaufen. Bei dem kalten feuchten Wetter galt das mit dem Stinken sowieso nicht so stark und auf die Bahn hätte ich in Rösrath auch länger warten müssen.

Zur Strecke: Das Ziel war natürlich wieder an eine schon gelaufene Strecke anzuschließen, denn nach irgendwelchen Gesichtspunkten muß man aus den abertausenden von mögliche Strecken eine auswählen. Also mußte ich von Rösrath-Stümpen erst einmal nach Norden in den Königsforst in die Gegend des Mengelsberg. Hierfür folgte ich zunächst unmarkierten Wegen bis ich östlich von Kleineichen den mit >3 markierten Weg erreichte. Diesem folgte ich ein Stück, bis er dann vom mittlerweile dazugestoßenen >2 abzweigt. Dort folgte ich eben jenem >2. Südlich des Mengelsberges folgte ich dann dem Weg A3 nach Norden, um ihn bald danach auf einen unmarkierten Weg zu verlassen, der mich weiter östlich auf den mit A1, x22 und >5 markierten Weg brachte. Ab hier folgte ich dem Weg x22 dann bis Honrath mit zwei kleinen Ausnahmen.

  1. Kurz vor dem Parkplatz an der L288 nördlich von Forsbach habe ich einen unmarkierten Weg als Abkürzung gewählt. Dieser ist allerdings ein Reitweg und deswegen nicht zu empfehlen.
  2. Zwischen Rathenbach und Bleifeld habe ich über den Weg A2 ebenfalls ein Stück abgekürzt.

Das Stück nördlich von Forsbach in Richtung Sülze (toller Name, ich liebe gute Sülze) war das Stück, das mir am besten gefallen hat. Die Wege dort ensprechen so ziemlich dem, was ich mir unter den schönsten Wanderwegen im Wald vorstelle. Evtl. könnte es noch etwas enger sein:

Im Königsforst

In Sülze steht übrigens ein recht schön restauriertes (?) Gebäude, das auch irgend eine Denkmalplakette hat. Vielleicht ist es die Sülzer Burg oder sowas, ich weiß es nicht mehr. Man sollte solche Berichte eben direkt nach der Tour schreiben.

Sülzer Burg (?)

Der Weg von Sülze aus weiter führt dann halb über den Lüderich, der die höchste Erhebung von Rösrath ist. Dort war es durch den Regen leider ziemlich matschig:

Hoch Richtung Lüderich

Kurz dahinter in Bleifeld gab es noch eine Kneipe, die ganz gut von außen aussah, aber ich war nicht so hungrig und durstig, weshalb ich einfach weitergelaufen bin. Ansonsten gibt es auf der Strecke noch einen kleinen Fallstrick, weil der Weg x22 bei Durbusch einen etwas in die Irre führen kann. Das Stück, das hier kurz nicht gleich mit dem Weg >5a markiert ist, sollte man nicht gehen, denn der Weg führt kurz ohne wirklich ein Weg zu sein mitten durch den Wald. Das kann man auch auf der Wanderkarte des Landesvermessungsamtes* sehen, wenn man denn genau hinsieht, was ich vorher nicht getan habe.

Auch das habe ich schließlich geschafft und mußte dann in Honrath nicht mal lange auf die Regionalbahn warten. Gut gerochen habe ich aber leider auch nicht mehr. Zumindest hat sich eine jüngere Frau, die in meiner Nähe saß, nach ein paar Minuten umgesetzt.

*: Bergisch Gladbach, Odenthal, Königsforst; Wanderkarte NRW (3); Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen; 4. Auflage 2003

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Ortsbegehung im Königsforst nach Kyrill (21. Januar 2007)

Ein sehr kurze Runde durch den Königsforst sind wir (meine bessere Hälfte und ich) ein paar Tage nach dem verheerenden Sturm Kyrill gegangen. Nach ein paar Wanderungen in der Vulkaneifel, war das eigentlich die erste kleine Wanderung, die wir in der Nähe von Köln gemacht haben. Über die Strecke gibt es nicht viel zu erzählen: Vom Parkplatz Forsbacher Straße ging es über den Rundweg A2, wobei wir auf dem Rückweg ab Rabenbruch den Schiefer Hauweg (>15) gegangen sind.

Spannend war zu sehen, wie viele Bäume vom Sturm umgeweht worden sind. Insbesondere der Schiefer Hauweg war stark blockiert und wir mussten über viele Bäume klettern oder uns darunter her bücken. Die Auswirkungen von Kyrill hat wohl fast jeder sehen können und im Sauerland muß es noch schlimmer gewesen sein. Meine besondere Erfahrung habe ich persönlich allerdings im Flugzeug am 18. Januar auf dem Rükflug von einer Dienstreise gmacht. Genau um 18:00 Uhr, also ziemlich zur heftigsten Zeit von Kyrill im Rheinland, sollte unser Flug in Düsseldorf landen. Der Anflug war wirklich grausam und ich war heilfroh, als wir nur noch auf ca. 300 Flughöhe waren und bald landen sollten. Leider mußte der Pilot durchstarten und auf den Kölner Flughafen ausweichen. Nach dem holprigen Flug dorthin und der dann relativ erträglichen Landung mussten wir noch über eine Stunde im Flugzeug ausharren, weil die Gangways im Sturm das Flugzeug beschädigt hätten. So blieb den Stewardessen meiner Lieblingsairline genug Zeit, in blauen Müllsäcken die Spucktüten einzusammeln. Der Nutzungsgrad war deutlich über 50%, bei mir zum Glück aber 0%.

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Einmal rund im Königsforst (Herbst 2007)

Im Herbst 2007 ging es wieder mit meiner besseren Hälfte sowie mit 4 Freunden (M&M, T&A) einmal rund durch den Königsforst. Das gute (und schlechte) am Königsforst ist, daß er ein ziemlich gut ausgebautes Waldgebiet ist, in dem man sehr viele geteerte oder zumindest stark befestigte Wege findet. An diesem Tag war das ein klarer Vorteil, weil T&A mit zwei Kinderwagen und ihren Insassen unterwegs waren.

Wer einmal einen Spaziergang mit kleinen Kindern plant, sollte genau auf die Wegstrecke achten. Die Kleinen wollen halt nicht immer so schnell und das kann dafür sorgen, daß man wesentlich langsamer vorwärts kommt als geplant. Wie auch immer, kommen wir zur Routenbeschreibung:

Start und Endpunkt der Route war der Parkplatz “Forsbacher Straße” in Köln Rath/Heumar. Wir folgten von dort ein langes Stück dem Rath Forsbacher Weg. Er ist ebenfalls als >2 markiert. Wir folgten dem Weg bis zur Abzweigung des Weges A3, mitten im Königsforst. Das ist nicht ganz zu Beginn, die Ziffern in den Wegmarkierungen werden relativ oft wiederverwendet, was zu etwas Verwirrung führen kann. Der Weg ging am “Gipfel” des Mengelsbergs vorbei bis zur mächtigen Kaisereiche. Diese Eiche ist mal in der Kaiserzeit so benannt worden, allerdings ist die, die jetzt hier steht nicht mehr das Original. Das Original wurde nach dem ersten Weltkrieg von den Besatzern zerschossen. Genaueres dazu steht in dem Tippeltourenbuch, siehe die Altenbergtour. Den König des Waldes wird so ‘ne Eiche aber sicher nicht beeindrucken, er wird sich an ihr höchstens das Fell reiben.

Von da ging es dann über den Weg >5a wieder Richtung Westen. Über den Schiefer Hauweg (>15) ging es schließlich zurück zur Forsbacher Straße.

Zum Abendessen lohnt sich übrigens ein Restaurant, dessen Namen ich nicht mehr kenne. Ich kenne nur noch den hier verlinkten Ort. Man muß allerdings ein kleines Stück mit dem Auto in Richtung Rösrath fahren.

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Östlich von Altenberg (Frühjahr 2007)

Der Vollständigkeit halber hier noch die zweite kleine Rundtour, die ich mit meiner besseren Hälfte bei Altenberg gegangen bin. Es ging natürlich darum, das erlaufene Netz zu schließen. Deswegen mußte die Tour an die vorherige am Eifgenbach anschließen.

Wir haben auf dem Parkplatz östlich von Altenberg geparkt, der an der Straße nach Schmeisig liegt. Von dort ging es nach Altenberg hinein und über den Märchenwald-Parkplatz nördlich wieder herraus. Über die Wege X30, >8, >10 und 8 ging es entlang der Dhünn und dann entlang des Eifgenbachs bis zur Brücke über den Eifgenbach. Hier befindet sich auch die Furt, die in den Wanderkarten eingezeichnet ist. Das folgende Stück nach dem Überqueren der Brücke sind wir kurz vorher auf der erwähnten Tour schon einmal gegangen. Am Parkplatz Schöllerhof sind wir weiter auf dem Wanderweg die Dhünn entlang gelaufen bis zum kleinen Hof “Aue”. Dort angekommen sind wir auf die Wege A4 und A5 abgebogen und an einer Abzweiung nur noch A5 gefolgt bis wir Schmeisig erreicht hatten.

Der Rückweg von Schmeisig mit den Wegen A4-6 folgt dann unerfreulicherweise kurz der L310 um aber dann steil den Berg hinunter in ein Bachtal zu führen. Entlang des Bachs und ein paar Fischteichen erreichten wir schließlich wieder den Parkplatz und unser Auto.

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Von Altenberg ins Tal des Eifgenbachs* (17. Mai 2007)

Hier ist nun der erste der versprochenen Rückblicke auf schon etwas zurückliegende Wanderunen:

Relativ zu Beginn meiner neu entdeckten Wanderleidenschaft habe ich mir ganz wissenschaftlich erst einmal Literatur zum Thema besorgt und unter anderem das am Ende des Eintrags aufgelistete Buch* mit Wanderrouten gekauft. Daraus bin ich mit meiner besseren Hälfte eine Tour nördlich von Altenberg gegangen.

Die Route startet am Wanderparkplatz Schöllerhof und beginnt ein kurzes Stück auf der L101, um nach ein paar Metern über einen Feldweg abzuzweigen und den Eifgenbach zu kreuzen. Dieses erste Stück ist als A4 und A8 markiert.

Wir folgten dann dem Eifgenbach entlang des Weges 8 und natürlich auch entlang des Jakobspilgerweges nach Norden. Am Wegesrand befindet sich nach relative kurzer Zeit ein Schild, das auf die Überreste der Eifgenburg hinweist, die hier oberhalb des Baches gestanden hat. Wir sind der Empfehlung des Wanderführers gefolgt und haben uns auf der Höhe nach den Überresten umgeschaut. Man kann tatsächlich noch Wälle und Gräben im Wald erkennen, aber als Laien wären wir vermutlich nicht darauf gekommen, daß hier einmal eine kleine Burg gestanden hat.

Nach dem Abstieg folgten wir weiter demWeg bis kurz vor die Markusmühle, wo wir an einer Abzweigung den Weg ◊8 verliessen um ein Stück weit dem Weg X29 zu folgen. In Limmring verlässt die Route die markierten Wege und folgt der Zufahrtsstraße zum Haus Maria an der Aue, das etwas oberhalb der Dhünn liegt. Etwas oberhalb vom Haus Maria an der Aue liegt noch das Gut Steinhausen. Dazu gehören wohl auch ein paar Pferde.

Ein Pferd am Gut Steinhausen

Von hier aus folgten wir dem Weg >8 entlang der Dhünn zurück zum Parkplatz.

*: Tour 19 aus “Tippeltouren: Das Bergische Land”, Peter Squentz, Bachem Verlag, 2. akt. Auflage

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Von Bochum nach Altenberg (28. & 29. März 2008)

Am 28. und 29. März bin ich endlich mal den größten Teil der Strecke von Bochum nach Köln zu Fuß gegangen, nachdem ich ihn seit ca. 3 Jahren fast täglich mit dem Auto gefahren bin. Ich wollte schon immer mal sehen, wie es jenseits der Leitplanke aussieht und habe dabei ein paar interessante Beobachtungen gemacht.

Einen Überblick über die Route gibt es hier: Bochum - Altenberg

Die Tour ist gestartet am Stadtrand von Bochum, schon in Hattingen (vielleicht auch Witten) an der Bushaltestelle Steinenhaus am Haus Kemnade.

Der erste Teil ging durch die Ansiedlungen Buchholz, teilweise über die normalen Straßen, was das Wanderherz nicht besonders höher schlagen lässt. Die Route verlief am über den mit W markierten Wittener Rundweg. Kurz nach Beginn stieß auch der überregionale X17 dazu.

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Später, nachdem ich nördlich von Osterhöfgen die A43 unterquert hatte, bin ich ein Stück des Sprockhöveler Bergbauwanderwegs gegangen. Der Weg ist mit einem Schienensymbol markiert. Eine Impression des Weges auf einer alten Bahntrasse zeigt folgendes Bild. Sehr interessant waren für mich, der ich nicht aus dem Ruhrgebiet stamme, die alten Verladestationen der kleinen Zechen, die sich in der Gegend befanden. Deswegen wird man auch immer wieder durch Schilder vor potentiellen Bergschäden gewarnt.

Am Bergbauwanderweg zwischen Hattingen, Witten und Sprockhövel

Zwischen Stoltenberg und Hohe Egge habe ich dann den Wittener Rundweg verlassen und bin nur noch dem hier die A43 wieder querenden X17 gefolgt. Gerade von Hohe Egge bis Pöting und Scherenberg verläuft der Weg leider ausschließlich auf kleinen asphaltierten Straßen. Hinter Scherenberg kreuzt der X17 Wanderweg wieder die A43 und führt eher nach Osten. Weil ich weiter Richtung Süden wollte verließ ich den X17 und folgte dem mit HH markierten Rundweg um Haßlinghausen. Sehr schön ist hier das Stück am Grünen Weg und durch Weuste durch. Man kreuzt hier eine alte Bahntrasse, die mittlerweile zu einem in meiner Karte nicht markierten Rad- und Wanderweg umfunktioniert worden ist. In Hobeuken stieß ich auf die B51. Entlang der B51 bin ich wieder in die Nähe der großen Ansiedlungen gekommen und habe Wuppertal erreicht.

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Ungefähr an der Stadtgrenze stößt der Wanderweg X28 auf die B51 und verlässt sie dann auch wieder. Ich bin der B51 aber noch bis über die A46 gefolgt, um dann rechts in ein kleines Industriegebiet einzu biegen und parallel zur B51 weiter gen Süden zu wandern. Mitten in dem Industriegebiet erreichte ich dann den Rundweg um Wuppertal, der genau wie der Wittener mit einem W markiert ist. Dem W folgte ich dann auch ein recht langes Stück zwischen Wuppertal und Schwelm hindurch zum Anstieg auf den Ehrenberg südlich von Wuppertal Langerfeld. Das Stück durch die Stadt war zwar nicht schrecklich, aber dann ganz sicher der unattraktivste Teil der gesamte Wanderung. Als Städtmensch merkt man erst bei solchen Touren, wie schlecht die Luft an stark befehrenen Straßen ist.

Vom Ehrenberg führt der Rundweg W wieder abwärts zur Wupper, die er bei Kemna überquert. Das nächste Bild zeigt die Reste vom nun folgenden unteren Herbringhausener Stausee, der in der Wanderkarte zwar noch eingezeichnet ist, aber mittlerweile abgebrochen worden ist. Entlang dieses Tals führt der Wanderweg W noch etwas nach Süden um dann scharf nach Osten abzubiegen.

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Ich bin daher dem W nicht weiter gefolgt sondern dem lokalen Rundweg A4 bis zum eigentlichen Herbringhausener Stausee. Hier am Stausee habe ich dann auch zum ersten Mal ein Wildschwein in freier Wildbahn gesehen, daß vor den Jagdhunden, die ich kurz vorher noch mit drei Jägern gesehen hatte, floh. Dazu muß ich drei Dinge anmerken: 1.: Das Wlldschwein war recht klein, vermutlich jung und sah nicht so gefährlich aus. 2.: Zwischen dem Wildschwein und mir war noch der Zaun, der die Talsperre von den Wanderwegen abtrennt. Der Jagdhund war übrigens auch auf meiner Seite. Ein ungelöstes Rätsel ist für mich, wie die Geschichte ausgegangen ist. 3.: Der wichtigste Punkt ist, daß Wildschweine einen unheimlich eleganten Gang haben, weil sie fast gar nicht auf und ab wippen und scheinbar nur Ihre Beine und nicht den Körper bewegen. In nicht mehr ganz zurechnungsfähigem Zustand kann es sein, daß meine Begeisterung dafür mich dazu bringt, das Wildschwein als den wahren König des Waldes zu bezeichnen.

Kurz nach den Wildschweinen konnte ich auch noch drei Rehe in freier Wildbahn entdecken, die aber in gebührendem Abstand zu mir blieben. Irgendwo hinter dem oberen Herbringhausener Stausee bin ich dann auf den Jakobspilgerweg gestoßen, dem ich von dort an mit kleinen Ausnahmen gefolgt bin. Im Bild sieht man übrigens einen der vielen Bäume, die vom Sturm umgeworfen wurden und überklettert werden mussten.

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Das letzte Stück bis zum Hotel in Remscheid-Lennep war recht unspektakulär. Langsam machten sich allerdings zwei Blasen an meinen kleinen Zehen bemerkbar.

2. Tag

Am zweiten Tag war die Eschbachtalsperre, die sich hinter der Raststätte Remscheid an der A1 versteckt, meine erste Station. Am zweiten Tag war das auch meine einzige “Berührung” mit der Autobahn, die ich sonst höchstens mal in der Ferne gehört habe.

Blick von der Eschbachtalsperre Richtung A1

Von dort ging es noch einmal über einen Berg entlang von vielen frischen Lichtungen nach Wermelskirchen.

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Ab Wermelskirchen verlief der Weg entlang des Wanderweges 8 durch das Eifgenbachtal, was definitv der landschaftlich schönste Teil der Wanderung war.

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Mit en zwei nun schmerzhaften Blasen an den Zehen habe ich schließlich die Markusmühle erreicht. Kurz dahinter, dort wo die Wege X29 und A3 Richtung Limmringhausen abbiegen, hatte ich einen Punkt erreicht, den ich auf einer der früheren Wanderungen schon einmal erlaufen hatte. Mein erlaufenes Wegenetz reicht also nun (noch mit einem kleinen Loch zwischen Altenberg und Schlebusch) von Hürth bis Bochum.

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Weiterhin entlang des Eifgenbaches bin ich schließlich nach Altenberg gekommen. Der Bach war übrigens von den Regenfällen und evtl. auch der Schneeschmelze stark gefüllt. Die markierten Wege waren ab der Markusmühle weiterhin der Jakobspilgerweg, 8 und A2. Auf dem Weg nach Altenberg stießen noch A3, A1, □, >10, X30 hinzu und verließen den Weg teilweise wieder.

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In Altenberg habe ich mich dann abholen lassen, weil ich nach einer längeren Pause einfach nicht mehr gehen konnte. Meine Wohlfühlgrenzen hatte ich am zweiten Tag schon überschritten.

Die Bilder habe ich übrigens alle mit dem Nokia 9500 Communicator gemacht, den ich als mir verbliebendes Allroundgerät mitgenommen habe.

Die nächsten Berichte gibt es aus dem Königsforst mit angrenzendem Bergischen Land, der Ruhreifel und der Ahr.

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