Gemütliche Spaziergänge an der Ahr (7.+8.8. 2009)

Heute mal was ganz privates: Mein Hochzeitstag ist nicht am 7.August, aber weil meine gnädige Frau am wirklichen Hochzeitstag leider erkrankt war, mussten wir eine geplante Kurzreise an die Ahr verschieben und holten sie vorgestern nach. Als alte Wanderfreunde ließen wir es uns nicht nehmen, zwei wirklich kleine Runden an der Ahr entlangzuspazieren.

Der erst Spaziergang ging von Ahrweiler, wo wir übernachtet haben, nach Bad Neuenahr. Es ging also immer schön an der Ahr entlang. Dieser Weg ist absolut kompatibel mit jeglichem Rollgerät, sei es Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator. Weil es nur gut 3 Kilometer sind, ist der Weg für einen Verdauungsspaziergung absolut geeignet. Die einzige Sorge, die der sporadische Leser sicher haben wird, ist jedoch, wie man wieder zurück zum Ursprungsort gelangt. Der Kenner des Ahrtals weiß aber sofort, daß hier die Ahrtalbahn fährt und einen schnell von Bad Neuenahr nach Ahrweiler (Markt) zurück bringt.

Als Bewunderer von alten Gebäuden gefällt mir persönlich natürlich Ahrweiler viel besser als Bad Neuenahr. Das kleine Städtchen hat eben noch den Charme von alten Häusern mit Fachwerk und allem, was dazu gehört.

Für unseren zweiten Spaziergang sind wir am nächsten Tag nach Altenahr gefahren, wohin auch die ein oder andere Herrentour führt. Das sieht man dem Ort leider auch an und trotz der alten Häuser gefällt mir Altenahr bei weitem nicht so, wie Ahrweiler. Wie auch immer, der Spaziergang begann und endete auf dem großen Parkplatz an der Ahr direkt am Ortseingang, von Ahrweiler kommend. Er führt dann in einer schönen, drei Kilometer langen Runde einmal durch die kleine Ahrschleife bei Altenahr, die wohl auch Langfigtal heißt.

Zum Einkehren verließen wir Altenahr jedoch wieder und fuhren zum Försterhof oberhalb von Walporzheim und Marienthal. Dort konnten wir den Nachmittag gemütlich verbringen und waren unter dem Dach der Terasse vor dem aufgezogenen Nieselregen geschützt. So wohl wir uns dort gefühlt haben, ist mir doch eins der letzten Rätsel der Menschheit aufgefallen, die ich in meinem nächsten Leben als Kolumnist ausschlachten würde: Warum haben viele Waschräume in Gaststätten oder auch in anderen öffentlich zugängigen Toiletten mickrige Wasserhähne, die überhaupt nicht zu den recht großen Waschbecken passen? Wer darauf eine Antwort hat, darf diese gerne hier hinterlassen.

Nachtrag: der Grund für die nur kurzen Spaziergänge ist übrigens nicht, daß ich mittlerweile faul geworden bin. Das bin ich schon immer. Es ist aber so, daß meine bessere Hälfte in guter Hoffnung ist und einfach nur noch kurze Spaziergänge absolvieren kann.

http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&hl=de&msa=0&msid=102334531129985643611.000454919ca5484c7e7b8&ll=50.536842,7.06952&spn=0.004044,0.011362&t=h&z=17

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Von Schloss Burg um die Sengbachtalsperre (25. Oktober 2008)

Eigentlich hatte ich zu meinem Geburtstag ein schönes Wochenende mit Freunden in der Eifel geplant, bei dem ich natürlich auch wandern gehen wollte, aber irgendwie kam mir diese Idee zu kurzfristig, als daß sich genügend Mitwanderer gefunden hätten, die sich das ganze Wochenende freinehmen konnten. Gründe waren so „fadenscheinige“ wie: „Wir bekommen dann gerade ein Kind“, „meine Verwandtschaft feiert Geburtstag irgendwo weit weg“, „wir ziehen um“ und so weiter. Ernsthaft ist es tatsächlich so, daß man ein Wochenende mit Freunden mittlerweile ca. ein halbes Jahr vorher planen muß, weil wir alle unsere Wochenenden weit in die Zukunft verplant haben. So habe ich im Moment des Schreiben selber bis Weihnachten nur noch drei Wochenenden nicht verplant und davon ist eins schon mit dem Warten auf den Nikolaus belegt.

Um trotzdem meinen Jahrestag zu begehen, habe ich dann ganz normal zu Hause gefeiert. Weil wir die Wanderung aber auch nicht auslassen wollten, bin ich mit meiner besseren Hälfte, A.& B. sowie Doc T. an einem grauen Samstag ins Bergische gefahren, um ein paar Stunden durch den Wald zu laufen. Die Strecke hatte ich vorher schon per email verteilt. Nur der Parkplatz, den ich als Treffpunkt vorgesehen hatte, war schon voll, weswegen wir uns dann am Sportplatz von Schloss Burg treffen mussten.

Vom Sportplatz aus, führte die Strecke bis zur Sengbachtalsperrenmauer kontinuierlich den Solinger Rundwanderweg entlang, der einmal rund um Solingen führt. Kollege B. war vom Abstieg zum See nicht sehr begeistert, fürchtete er doch schon den Aufstieg bei der Rückkehr. Glücklicherweise konnte ich ihn und die schnell aufgestachelten restlichen Mitwanderer mit der Aussicht auf eine Kaffeetafel und einen Sessellift zurück nach Schloss Burg beruhigen. Der Weg selber war schön zu laufen mit ein paar Steigungen und schönem Blickauf die Talsperre.

Nach ca. 1,5 Stunden Weg um den See gelangten wir nach einem kurzen Abstieg über einen schmalen Weg herunter an die Staumauer. Wie am zweiten Foto unten zu sehen ist, war der Überlauf trocken und auch der ganze See war nicht bis zu seinem Maximum gefüllt.

Nach der Staumauer mussten wir uns dann entscheiden, ob es wieder den Berg hinauf zum Schloss oder weiter bergab zum Ort unterhalb von Schloss Burg gehen sollte. Wegen des Sesselifts viel die Entscheidung leicht, auch wenn es ein geringes Restrisiko gab, daß er eventuell nicht fahren würde.

Das Bild vom Sessellift ist chronologisch eigentlich falsch, denn vor der langen Bergfahrt gönnten wir uns noch eine klitzekleine bergische Kaffeetafel. Davon gestärkt konnten wir den Weg zur Talstation antreten, mit dem Lift hochfahren und dann den Rest des Weges bis zurück zum Sportplatz bestreiten.

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Die Agger zwischen Flughafen und Autobahn (20.9.2008)

Was bin ich froh, daß ich zwar in der Stadt aber doch recht ruhig wohne. Die Anflugschneise der Flughafens ist zwar nicht so weit weg und ich kann beim Verfassen dieser Zeilen das ein oder andere Flugzeug beim Landanflug erblicken, aber der Lärm hält sich wirklich in Grenzen. Gestern jedoch habe ich bei der Auswahl der kleinen Wanderung nicht genau genug hingesehen und mich für die Aggerauen-Tour in der Wahner Heide entschieden. Der Weg selber ist schön und führt entlang der Agger hin und zurück, aber dummerweise ist das eben die Stelle, wo die Flugzeuge starten und zusätzlich kann man in den Pausen der Starts die nahe gelegene A3 hören.

Wenn man von der unangenehmen Geräuschkulisse absieht, war es aber doch ein schöner Ausflug. Der Weg selber ist das meiste Stück ein Schotterweg, der auch als Radweg benutzt wird. An einer Stelle bietet der markierte Weg zwei Alternativen. Der von uns genommene Weg führte recht unerwartet mitten durch ein Waldstück ohne richtige Pfade um einen dann direkt ans Ufer der Agger zu leiten, wo wir einen engen fast zugewachsenen Pfad zwischen irgendwelchen übermannsgroßen Blumen entlanggehen mussten. Wer sich vor so etwas ekelt, sollte an den Verzweigungen lieber geradeaus gehen und nicht abzweigen. Weiterhin läuft man durch den Campingplatz Lohmar-Ost, den man auch von der Autobahn aus sehen kann. So richtug werde ich die Dauercamper wohl nie verstehen…

Die Markierung des Weges fand ich etwas seltsam. Manchmal waren fast zu viele Schilder mit dem gelben Fisch zu sehen, manchmal fehlte leider an wichtige Stellen eine klare Aussage, wo man langgehen sollte. Das galt besondes and den beiden Brücken über die Agger, wo uns die zu wählende Straßenseite nicht ganz klar war.

Zum Einkehren kann ich den Biergarten zur alten Fähre an der Lohmarer Aggerbrücke empfehlen. Dort sitzt man ganz schön und der Zwiebelkuchen hat uns auch gut gemundet. Die junge Dame, die uns bedient hat war sehr  freundlich. Der Cuppucino war für meinen Geschmack allerdings etwas bitter.

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In die Eifel 1: Liblar – Hürth (30. August 2008)

Letztes Wochenende habe ich mein nächstes Verbindungsprojekt gestartet und bin dabei von meinem großartigen Schwiegervater begleitet worden. Die Wanderung war die erste, um nach und nach Köln mit der Eifel zu verbinden. Weil ich schon einmal von Köln nach Hürth spaziert bin, konnte ich die Route dort ansetzen. Aus taktischen Gründen sind wir in Liblar am Bahnhof gestartet und zurück nach Hürth gelaufen. Ein großer Dank gebührt meiner Liebenswerten Schwiegermutter, die uns nach Liblar gebracht hat.

Spannend war einmal zu sehen, wie eine rekultivierte Landschaft aussieht, die aus Braunkohleabbaugebiet entstanden ist. Genau weiß ich leider nicht, wann man all die Bäume gepflanzt hat, aber ganz sicher erkennt man, daß der größte Teil des Waldes ziemlich gleich alt ist. Die Stämme haben alle einen ähnliche Durchmesser. Interessant ist auch der starke Höhenunterschied zwischen dem normalen Areal und den Oberflächen der Seen, die in den Tagebaulöchern entstanden sind. Man muß auf der Karte nur ein Stück nach Westen sehen, um einen Eindruck dafür zu bekommen, wie stark der Eingriff in die Landschaft durch einen Braunkohletagebau ist. Allerdings ist der Tagebau Hambach deutlich größer und sicher nicht direkt mit den alten Abbaugebieten in der Ville vergleichbar. Wie wohl der See aussehen wird, der vielleicht einmal in Hambach entsteht? Das Loch in der Erde ist schon einmal deutlich größer als z.B. meine Lieblingsstauseen, Urft- und Rursee.

Wie auch immer, die Wanderung war sehr angenehm, denn auch ein rekultivierter Wald ist ein Wald. Dort ist die Luft bekanntlich gut und wir hatten viel Zeit für eine gute Unterhaltung. Die Könige der Wälder haben wir zwar nicht getroffen, aber dafür einen kleinen Frosch, der uns vermutlich nicht den Weg versperren wollte.

Wir haben einen großen Schritt an ihm vorbei gemacht und uns nicht länger aufhalten lassen. Ab Hürth-Kendenich würde es dann doch schwer unser Ziel in Hürth-Hermülheim über Feld- und Waldwege zu erreichen und wir standen kurz vor dem Ziel vor diesem Feld, von dem man eine schöne Aussicht auf Köln hatte. Leider fehlte der Weg, den wir eigentlich gehen wollten.

Ich bitte den Bauern vielmals um Entschuldigung, daß wir entlang des Randes über sein Feld gelaufen sind. Da mir zumindest diese Gegend von Hürth nicht als großes Wandergebiet bekannt ist, hoffe ich, daß wir die einzigen waren und das Feld keinen Schaden nimmt. Wir wären besser vorher ein kleines Stück dem Römerwasserleitungswanderweg gefolgt. Eigentlich wollten wir einem in der Wanderkarte eingezeichneten Feldweg folgen.

Nachdem wir unserem schlechten Gewissen ein wenig mehr aufgeladen hatten, sind wir wenig später schließlich bei meinen Schwiegereltern angekommen und mit lecker Zwetschgenkuchen verpflegt worden.

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Dreiborner Höhe und Wollseifen (7. Juli 2008)

In meiner freien Zeit im Juli habe ich mir einige Touren vorgenommen, bei denen ich bereits gewanderte Strecken miteinander verbinden wollte. Eine dieser Strecken führte mich von Einruhr über Erkensruhr auf die Dreiborner Höhe mit einem Besuch der Wüstung Wollseifen und Abstieg zur Urfttalsperre.

Ich war vor ein paar Monaten schon einmal mit S. eine Runde im hinteren Teil des Erkensruhrtals gegangen und vor gut einem Jahr mit Freunden eine Tour von Rurberg über den Kermeter zur Urfttalsperre und dann entlang des Obersees zurück gegangen. Diese sind nun verbunden.

Ab Erkensruhr ging die Strecke durch das ehemalige Truppenübungsgelände der belgischen Armee. Daher ist es hier absolut notwendig auf den Wegen zu bleiben, weil das Gelände teilweise vermint ist und auch von normaler Munition Gefahr ausgehen kann. Besonders gefährlich sind die Glasminen, die im 2. Weltkrieg hier gelegt wurden.

Landschaftlich wurde die Strecke dann auf der Dreiborner Höhe ziemlich interessant. Die Bilder unten fangen leider die wunderschönen Aussichten auf die Wiesen nicht so gut ein. Sehr beeindruckend war auch die Ginsterallee, die man auf dem Weg entlangwandert.

Im Nationalpark gilt übrigens auch das Wegegebot, das besagt, dass man nur auf den markierten Wegen gehen darf. Deswegen sieht man auch immer wieder abgesperrte Wege, die man nicht mehr betreten darf.

Oben auf der Hochfläche, liegt die Wüstung Wollseifen. Wollseifen war einmal ein normales Eifeldorf, das aber nach dem 2. Weltkrieg geräumt werden musste, weil es mitten in dem Truppenübungsplatz lag, der dort angelegt wurde. Ich erreichte das „Dorf“ von Südwesten kommend und konnte zunächst die von den Belgiern zu Übungszwecken errichteten Rohbauten sehen.

Am anderen Ende des Dorfes steht die Kirche, die als einziges Gebäude halbwegs intakt geblieben ist. Es steht auch noch ein Rest der Schule und eines Trafohäuschens. Die Kirche wird gerade gesichert, weswegen sie eingerüstet ist. Auf dem Platz vor der Kirche befindet sich auch eine Infotafel, auf der man ein alte Karte des Dorfes und alte Fotos sehen kann.

Weil das Wetter recht unbeständig war, habe ich mich nicht lange in Wollseifen aufgehalten und folgte von dort aus dem Weg zur Urftalsperre. Auf dem Weg hat man einen schönen Blick über die Hänge am Urftsee und kann auch die NS-“Burg“ Vogelsang sehen.

Nach ca. einer halben Stunde gelangte ich dann zur Urfttalsperre und genehmigte mir eine Bockwurst bevor ich zum Anleger der Rurseeschifffahrt ging die mich mit einem ihrer Elektroboote wieder zurück nach Einruhr fuhr.

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Der König hinter Gittern (31. Juli 2008)

Vor ein paar Tagen bin ich mal wieder mit meiner besseren Hälfte ins Rechtsrheinische gefahren, um endlich den Lückenschluss für das Bergische Land zu schaffen.

Die Route selber war recht kurz und einfach und führte kurz in den Königsforst, durch den Wildpark, nach Brück und dann über Refrath-Lustheide zurück zum Parkplatz.

Der regelmäßige Leser dieses Blogs kennt sicher meine Bewunderung für das Wildschwein, den König des Waldes. Daher überrascht sicher auch nicht, daß das Interessanteste an der kleinen Wanderung das Wildgehege war, in dem ich gleich eine Rotte von Königen betrachten konnte. Leider müssen diese Könige ihr Dasein hinter Gittern fristen.

KleinerKoenigHinterGittern

Meine frühere Begegnung in – vermutlich auch nicht so ganz – freier Wildbahn war deutlich spektakulärer. Zur Beobachtung der edlen Tiere eignet sich das Gehege dann aber doch ganz gut.

Die Fotos habe ich übrigens mit meinem neuen Samsung SGH-i550 aufgenommen.

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Mit alle Mann am Ballermann (17. – 21. Juni 2008)

Was hat Mallorca mit Wandern zu tun? Der Pauschaltourist am Ballermann wird Mallorca wohl wenig mit Wandern in Verbindung bringen und auch der völlig ahnungslose Mallorca-Ignorant wird eben eher die Schinkenstraße, den Bierkönig, Ballermann 6 und Arenal mit Mallorca verbinden. Wie aber jeder, der einmal die andere – weitaus größere – Seite von Mallorca kennen gelernt hat, berichten kann, kann man auf Mallorca sehr gut wandern.

Nun wird sich der interessierte Wanderfreund sicher wie beim vorigen Eintrag zu Rock am Ring fragen, warum ich dann darüber schreibe. Weil er dies völlig zu Recht fragt, werde ich zunächst eine kurze Begründung liefern und die Vorgeschichte beschreiben. Irgendwann im Mai kamen meine geschätzten Kollegen K. und A. auf mich zu und schlugen – als eine Art Abschiedstour – eine 2-3 tägige Wanderung irgendwo in der näheren Umgebung vor. Nach ein paar Überlegungen hatten wir uns schnell auf den Rheinsteig geeingt, von dem wir ein Stück in der Gegend von Bonn gehen wollten. Leider hatten wir die Rechnung ohne den umtriebigen A. gemacht, der ca. Ende Mai oder Anfang Juni noch einmal bei mir im Büro aufschlug und den – im Nachhinein grandiosen – Vorschlag machte, statt des Rheinsteigs einfach die Insel Mallorca zu besuchen. Nach einer 180° Wende von K. den ursprünglich keine 10 Pferde nach Mallorca bringen würden, war die Planänderung beschlossen und ein Flug sowie ein Appartment gebucht. Vor der Reise wurden natürlich hehre Ziele bezüglich Wanderungen gesteckt, die allerdings fast komplett dem zu heißen Wetter und der zu anderen Aktivitäten ermunternden Umgebung zum Opfer fielen.

Der geneigte Wanderfreund erkennt hier wieder einmal die Schwierigkeiten, die man im Umgang mit den Mitmenschen hat, wenn man sie zum Wandern, also zu gesunder Bewegung an der frischen Luft, animieren will. Sie wollen der Anstrengung einfach entgehen und denken sich die merkwürdigsten Strategien aus. Es werden einfach neue abenteuerliche Vorschläge gemacht, die man nicht ablehnen kann, und, wenn man einmal vor Ort ist, dann wird man vor vollendete Tatsachen gestellt. Eine besonders abgefeimte Strategie wurde uns später noch von Kollege K. vorgeführt, aber dazu später mehr. Um andere Wanderbegeisterte vor solchen Enttäuschungen zu warnen, will ich im Folgenden einen Überblick über die von uns als Studienreise bezeichnte Tour geben:

Vorbereitungen:

Das wichtigste in der Vorbereitung war natürlich, die Wanderschuhe einzupacken. Ansonsten war die Devise, mit leichtem Gepäck zu reisen, schließlich sollte das Wetter sehr gut werden. Außerdem braucht man (Zitat K.) tagsüber nur ‘ne Buchse, mit der man sich an den Strand legt. Zudem würden sich laut A. nur normale Leute an der Playa de Palma aufhalten und nicht so genau auf die Kleidung achten.

Dienstag, 17. Juni

Die Reise begann also Dienstags morgens am Flughafen von Dortmund. Wie bei dem ein oder anderen Leser bekannt, sind Mallorcareisende teilweise verschrien für Ihr ungewöhnliches Benehmen. Dazu gehört z.B. schon ein Bier am frühen Morgen am FLughafen. Nun gehört es zum Charakter einer Studienreise Dinge von ganz nahem zu betrachten und auszuprobieren.

Der Flug war sehr angenehm und brachte uns pünktlich auf die Insel. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Sightseeing in der Nähe das Hotels. So besichtigten wir den Bierkönig und testeten die örtlich verkauften Biere.

Im Bierkönig

Die nächste Station war Balneario 6, besser bekannt als Ballermann 6. Dort haben wir in jedem Fall die normalsten Leute angetroffen. Im speziellen denke ich dabei an einen vermutlich Düsseldorfer, der uns eine unkonventionelle Art zeigte, seine Badehose zu tragen. Wegen des Studiencharakters der Reise folgten wir nun der Strandpromenade weiter in Richtung Arenal um die Unterschiede in der Bebauung zu erkennen, auf die unser Reiseleiter A. des öfteren hinwies. Auf dem Rückweg besichtigten wir den Megapark und machten einen Abstecher zur Bierstraße sowie zum Rui Palace, ohin wir am Abend zu Beobachtungszwecken zurückkehren wollten.

Zum Abendessen empfahl unser Reiseleiter die lokale, typische Küche. Am besten konnte man diese im Münchner Kindl, direkt in der Nähe unseres Hotels zu sich nehmen. Empfehlen können wir diverse Schnitzelsorten, aber auch die Schweinshaxe.

Nach einer kurzen Pause im Bierkönig, verbrachten wir den Rest des Abends im Riu Palace, wo wir mit Begeisterung auf das „Konzert“ unseres Idols Micky Krause warteten. Gegen 2:00 Uhr wurden wir und die mit uns ausharrenden Abiturienten dann belohnt und Micky fegte wie ein Orkan durch das Riu Palace.

Micky

Mittwoch, 18. Juni

Den zweiten Tag auf der Insel nutzen wir für einen Kulturausflug nach Palma. Im Gegensatz zu Playa de Palma leben dort nicht so viele normale Leute, sondern anscheinend noch einige Einheimische. An Sehenswürdigkeiten fand ich persönlich die Stadt relativ arm, aber dennoch haben wir den ganzen Tag dort verbracht und uns den alten Bahnhof, die Kathedrale (von aussen), den Hafen und die Gassen der Altstadt angesehen.

Bahnhof Palma
Kathedrale

Den Abend verbrachten wir dann auf sehr normale Weise zuerst im Münchner Kindl, dann im Bierkönig und schließlich im Oberbayern.

Donnerstag, 19. Juni

Diesen Tag verbrachten wir zunächst mit einem kurzen Aufenthalt am Strand, wo wir den entscheidenden Satz – bzw. eine Frage – des Urlaubs hörten. Eine ziemlich normale deutsche Mallorcareisende, die schon viele Jahre auf diese Insel kommt, war von den Deutschkenntnissen eines dunkelhäutigen Promoters sehr angetan. Dies brachte in ihr folgenden ausgesprochenen Gedankengang ins Rollen: „Du sprichst so gut Deutsch! Bist Du hier aufgewachsen?“

Deutsch war auch der Rest des späten Nachmittages und der Abend. Das Abendessen opferten wir einem guten Platz im Bierkönig, um im Detail studieren zu können, wie denn der gemeine Urlauber an der Playa de Palma ein EM-Viertelfinale mit deutscher Beteiligung zelebriert.

Deutschland-Portugal im Bierkönig

Es war sehr normal!

Auch aufgrund des guten Ergebnisses war der restliche Abend auch ziemlich normal.

Freitag, 20. Juni

Am letzten Tag vor der Abreise sollte K. dann seinen finsteren Plan in die Tat umsetzen und drückte sich auf extrem listige Weise vor der Tagestour, die auch eine kleine Wanderung beinhalten sollte. K. gab an, er sei vom normalen Abend vorher so erledigt, daß er auf keinen Fall mitkommen könne. Er wolle lieber später am Strand weiter studieren. Daß wir ihn dann bei unserer Rückreise mit Spiegel und Welt antrafen, hat uns dann allerdings sehr betroffen gemacht. Daß er wirklich nicht mehr bei Sinnen war, konnten wir uns damit erklären, daß er sogar den Wirtschaftsteil lesen wollte. Zum Glück hat das keiner unserer Nachbarn mitbekommen.

A. und ich fuhren also an diesem Tag mit dem Bus über Palma und den Tunnel in den Bergen nach Port de Soller an der nördlichen Steilküste. Port de Soller ist tatsächlich ganz anders als Playa de Palma und lockt auch andere als normale deutsche Touristen an. Der Leuchtturm an der Südseite der Hafeneinfahrt eignet sich gut als Ziel für einen Spaziergang, den wir notgedrungen als Wanderung verkaufen mussten.

Die folgenden Bilder sollen zeigen, daß sich eine Rückkehr dorthin auf jeden Fall lohnen wird:

Port de Soller

Port de Soller

Port de Soller

Port de Soller

Port de Soller

Port de Soller

Bei der kurzen Wanderung stießen wir noch auf ein Filmteam, daß einen Dreh auf den Felsen über dem Meer vorbereitete. Ob das für „Die mit dem roten Halsband auf Mallorca“ war oder für irgendeinen seriösen Film, werden wir wohl nie erfahren.

Dir Rückkehr habe ich schon in der Einleitung des Tages beschrieben und kann nur noch einmal wiederholen, wie fassunglos ich war. Der Abend war wie auch schon die Tage vorher sehr normal. Hervorzuheben sind nur die mir unbekannten Helmut und Henrik, die die sie begleitenden Freunde bzw. Fußballkollegen in einen großartigen Grölwettbewerb führten, dessen Zeuge wir sein durften.

Samstag, 21. Juni

Nach vier Tagen mussten wir uns leider auf Rückreise machen und unsere Studien beenden. Die Auswertung des Materials wird sicher noch etwas dauern, aber schon beim Landeanflug auf Dortmund verspürte ein jeder von uns den Ruf der Insel und wir werden sicher noch neue Spezialstudien durchführen müssen, die einen Besuch vor Ort notwendig machen.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, daß Mallorca eben zwei Seiten hat. Der ein oder andere mag vielleicht eine davon als die Kehrseite bezeichnen, aber ich selber sehe davon ab, ein Bewertung abzugeben. Genauere, schon erwähnte spezielle Studien müssen ergeben, was genau die Kehrseiten sein könnten.

Abschließend bedanke ich mich sehr herzlich bei meinen Mitreisenden, ohne deren Hilfe ich nicht so viele Einblicke in die örtliche Kultur hätte gewinnen können. Es war eine großartige Reise. Beim nächsten Mal gehen wir aber wirklich wandern, oder?

P.S.: Ein kleines Stück des Rheinsteigs bin ich mittlerweile gelaufen, nämlich hoch zum Petersberg bei Bonn. Auf das Stück sind ein anderer K. und ich am 4. Juli im Rahmen einer kleinen Tour gestoßen.

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Rock on – Walk on – Auch Rocker Wandern (6.-9. Juni 2008)

Auch der größte Wandersmann muß mal aus sich rausgehen und deswegen fahre ich nun seit vier Jahren zu Rock am Ring in der Eifel. Der erfahrene Ringrochen wird jetzt sicher denken: „Hui, vier mal, alle Achtung! Nur ein Snobbo-Zisse würde sowas in der Einleitung erwähnen…“. Solchen Idioten will ich aber nur entgegen werfen, daß ich dieses Jahr keinen einzigen Longdrink auf dem Gelände gekauft habe.

Warum ich den Besuch bei Rock am Ring auf meinem kleinen Wander-Blog erwähne, wird sich sicher der unwissende reine Wandersfreund fragen. Der Grund – oder nennen wir es eher Vorwand – ist der lange Fußmarsch vom Festivalgelände zurück zum Zeltplatz. Für all die Fußlahmen sei nochmal festgestellt, daß das nur gut 3 Kilometer sind und man das tatsächlich in 45 Minuten schaffen kann, wenn man nicht versucht, mit der Leitplanke Pogo zu tanzen.

Wie auch im Vorjahr war es genau die richtige Entscheidung, mit auf den Campingplatz zu gehen und sich nicht für die Nacht irgendwo einzuquartieren. In diesem Jahr galt das insbesondere, weil das gemeinsame Campen mit den Rochen und Rockschlampen ganz klar die bessere Hälfte des Festivals war. Die andere Hälfte, das Musikprogramm, war zwar nicht schlecht, hat mich aber in diesem Jahr nicht so überzeugt, wie im letzten Jahr. Da bin ich z.B. von Bands wie Muse, Kaiser Chiefs oder White Stripes angenehm überrascht worden. In diesem Jahr würde ich den souveränen Auftritt von Metallica hervorheben, besonders weil sie sehr viel vom recht alten (sogar ersten?) Album „Ride the Lightning“ gespielt haben.

Ansonsten hat mir der Sonntag abend am meisten Spaß gemacht mit „Fettes Brot“, den „Sportfreunden Stiller“ und unserm kölschen Jung Poldi, der mich auf der Suche nach dem Titel weit voran gebracht hat. Zumindest weiß ich, daß der Titel sich wohl doch nicht in der Eifel befindet. Fettes Brot sind auf einem Rockfestival richtig gut, weil sie sich von einer ordentlichen Rockband unterstützen lassen, um ihre guten Stücke mit den aus meiner Sicht zwingend notwendigen Gitarrensounds zu unterlegen. Daß die Sporties nach ihnen gespielt haben, lag wohl eindeutig am darauf folgenden Fußballspiel. Eine Ehre war es natürlich auch am Freitag Motörhead zu sehen („We are Motörhead and we play Rock and Roll“).

Eine unheimliche Aufnahme habe ich übrigens auch noch machen können. Diese könnte eventuell helfen, den am 4. Juni in Köln-Porz gesichteten Gewittermann ausfindig zu machen.

Gewittermann

Zur Organisation des Festivals möchte ich hier als vorletztes noch zwei Anmerkungen machen:

  1. Die Linienführung der Busse war am Freitag eine echte Katastrophe. An der Haltestelle „Grüne Hölle“ war es zunächst fast unmöglich, mit dem Bus zum Festivalgelände zu fahren. Aus einem mir nicht ersichtlichen Grund fuhren die Busse zunächst alle Haltestellen vom Festivalgelände aus nacheinander an, um dann auf der Rückfahrt nicht mehr anzuhalten. Dadurch musste man entweder ca. 1 Stunde mit dem Bus hin und her fahren oder laufen. Beim Warten und Hoffen, daß mal ein Bus auf dem Weg zum Gelände anhalten würde, wurde man leider enttäuscht. Da einige der Busse sogar fast leer waren, stieg die Verärgerung der wartenden Besucher, bis sich die mit dieser Situation überforderten Sicherheitsangestellten gezwungen sahen, Verstärkung zu rufen.
    Zum Glück war der Chef der Verstärkung tatsächlich recht kompetent und hat dafür gesorgt, das ab dann auch Busse auf dem Weg zum Festivalgelände an der Haltestelle hielten. Bei der Professionalität des Festivals und den Preisen wäre eine gute Organisation von Anfang an aber sicher einzufordern, zumal das im letzten Jahr überhaupt kein Problem war.
  2. Ein auch im deutschen Fußball zu beobachtendes Phänomen ist der zwiespältige Umgang mit Bengalos. Einerseits wird während des Festivals immer wieder auf den Videoleinwänden vor Crowdsurfen und eben Bengalos gewarnt und ein Verweis angedroht. Andererseits wird aber während der Bandauftritte bei brennenden Bengalos mit der Kamera drauf gehalten und die tolle Stimmung gezeigt. Meiner Meinung sollte man sich da mal entscheiden. Im Fußball scheint man das übrigens mittlerweile begriffen zu haben. Weil ich ja niemandem verbiete Bengalos anzuzünden, darf ich auch ein tolles Bild davon zeigen…

Zum Crowdsurfen nur kurz: Wenn einen ein Kurzer nervt, eignet sich ein schneller Wurf sehr gut, um das nervende kurze Objekt mal eben von der Crowd entsorgen zu lassen.

Als letztes soll ein Bild vom schönen Panorama nochmal als Motivation dienen, den Ort des Rockvergnügens mal zu einer richtigen Wanderung zu besuchen.

Panorama mit der hohen Acht

Als allerletztes bleibt mir noch zu sagen, daß das Wochenende wieder ein großartiges Erlebnis war und ich mit den besten Rochen und Schlampen des Festvals unterwegs war. Wir werden zwar immer älter, aber mit Gemüse auf dem Grill, Energie aus Frühstücksspeck und -eiern und den richtig gemischten Fitnessdrinks werden wir sicher noch ein paar Jahre überstehen.

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An der schönen Ahr (1. Juni 2008 + 2 alte Touren)

Eine Herrentour an die schöne Ahr war die letzte Tour nicht. Der Anlass war der Geburtstag unserer Freundin M., die uns nach einem wie immer sehr leckerem Frühstück alle an die Ahr nach Ahrweiler gelotst hat. Mit 10 Erwachsenen, einem Muckelchen und einem Hund sind die logistischen Herrausforderungen – aber auch die Möglichkeiten – natürlich größer als z.B. bei einer Wanderung alleine wie bei der um Rösrath. Da wir mit vier Autos unterwegs waren, war es kein Problem, eins an der Römervilla in Ahrweiler stehen zu lassen und mit den anderen dreien nach Marienthal zu fahren.

Dort angekommen machten wir uns auf die ca. 6 km entlang des Rotweinwanderwegs zurück nach Ahrweiler. Die Route kann man hier sehen. Das erste Stück sind wir übrigens nicht auf dem Rotweinwanderweg gegangen, das liegt etwas weiter südlich und geht in Serpentinen den Weinberg hinauf. Nach ca. 2/3 des langen Weges ;) haben wir am Försterhof Pause gemacht. Wir haben nur etwas getrunken, aber das Essen sah auf jeden Fall gut aus. Das Eis und das eine Stück Kuchen, das wir selber probiert haben, waren gut. Am Hotel Hohenzollern haben dann die meisten noch eine Tasse Kaffee getrunken, während 5 von uns mit dem an der Römervilla geparkten Auto nach Marienthal gefahren sind, um die anderen Autos zu holen.

Im Gegensatz zu dieser doch recht kurzen Tour war ich vorher zweimal mit meiner besseren Hälfte für ein längeres Stück an der Ahr wandern. Route 1 (dargestellt in Gelb) ging von Ahrweiler bis Rech und führte uns über das weiter oben beschriebene Stück. Route 2 (dargestellt in Orange) führte dann weiter von Rech bis Ahrbrück. Das Stück von Altenahr bis Ahrbrück führt nicht mehr so klassisch durch die Weinberge.

Beide Male sind wir mit der Ahrtalbahn zum Ausgangspunkt zurückgekehrt. Das ist das Gute im Ahrtal, daß man weder Rundwege gehen muß noch mit zwei Autos fahren muß.

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Von Rösrath-Stümpen nach Honrath (16. März 2008)

Die folgende Tour ist relativ spontan entstanden, als ich feststellte, daß meine bessere Hälfte zu einer Dienstreise schon Sonntags früh aufbrechen mußte. Zum Glück ist das äußerst selten und sollte wenn möglich immer vermieden werden. Am 16. März 2008 bescherte mir das aber eine recht schöne Tour, die mir wieder mal gezeigt hat, daß es beim Wandern eben kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung gibt.

Ich brachte S. zum Flughafen und fuhr von dort aus zur Regionalbahnhaltestelle in Rösrath-Stümpen. Dort bin ich zunächst einmal wieder auf den alten Trick aller Verkehrsbetriebe der Welt reingefallen und wartete auf eine Regionalbahn Richtung Honrath, die aber nur werktags fährt. Ich hatte eigentlich vor zuerst mit der Bahn zu fahren und dann an den Ausgangspunkt zurück zu laufen. Das hat nämlich zwei Vorteile:

  1. Man kann sich normalerweise zu Beginn der Tour besser nach dem Fahrplan richten. Man weiß ja nie, wie lange man für die Strecke beim Wandern braucht.
  2. Man riecht vor einer Wanderung normalerweise deutlich besser als danach. Die Mitreisenden im Zug oder Bus danken das einem bzw. ärgern sich eben nicht.

Zum Glück war es mir das aber relativ egal und ich bin die Strecke einfach andersherum gelaufen. Bei dem kalten feuchten Wetter galt das mit dem Stinken sowieso nicht so stark und auf die Bahn hätte ich in Rösrath auch länger warten müssen.

Zur Strecke: Das Ziel war natürlich wieder an eine schon gelaufene Strecke anzuschließen, denn nach irgendwelchen Gesichtspunkten muß man aus den abertausenden von mögliche Strecken eine auswählen. Also mußte ich von Rösrath-Stümpen erst einmal nach Norden in den Königsforst in die Gegend des Mengelsberg. Hierfür folgte ich zunächst unmarkierten Wegen bis ich östlich von Kleineichen den mit >3 markierten Weg erreichte. Diesem folgte ich ein Stück, bis er dann vom mittlerweile dazugestoßenen >2 abzweigt. Dort folgte ich eben jenem >2. Südlich des Mengelsberges folgte ich dann dem Weg A3 nach Norden, um ihn bald danach auf einen unmarkierten Weg zu verlassen, der mich weiter östlich auf den mit A1, x22 und >5 markierten Weg brachte. Ab hier folgte ich dem Weg x22 dann bis Honrath mit zwei kleinen Ausnahmen.

  1. Kurz vor dem Parkplatz an der L288 nördlich von Forsbach habe ich einen unmarkierten Weg als Abkürzung gewählt. Dieser ist allerdings ein Reitweg und deswegen nicht zu empfehlen.
  2. Zwischen Rathenbach und Bleifeld habe ich über den Weg A2 ebenfalls ein Stück abgekürzt.

Das Stück nördlich von Forsbach in Richtung Sülze (toller Name, ich liebe gute Sülze) war das Stück, das mir am besten gefallen hat. Die Wege dort ensprechen so ziemlich dem, was ich mir unter den schönsten Wanderwegen im Wald vorstelle. Evtl. könnte es noch etwas enger sein:

Im Königsforst

In Sülze steht übrigens ein recht schön restauriertes (?) Gebäude, das auch irgend eine Denkmalplakette hat. Vielleicht ist es die Sülzer Burg oder sowas, ich weiß es nicht mehr. Man sollte solche Berichte eben direkt nach der Tour schreiben.

Sülzer Burg (?)

Der Weg von Sülze aus weiter führt dann halb über den Lüderich, der die höchste Erhebung von Rösrath ist. Dort war es durch den Regen leider ziemlich matschig:

Hoch Richtung Lüderich

Kurz dahinter in Bleifeld gab es noch eine Kneipe, die ganz gut von außen aussah, aber ich war nicht so hungrig und durstig, weshalb ich einfach weitergelaufen bin. Ansonsten gibt es auf der Strecke noch einen kleinen Fallstrick, weil der Weg x22 bei Durbusch einen etwas in die Irre führen kann. Das Stück, das hier kurz nicht gleich mit dem Weg >5a markiert ist, sollte man nicht gehen, denn der Weg führt kurz ohne wirklich ein Weg zu sein mitten durch den Wald. Das kann man auch auf der Wanderkarte des Landesvermessungsamtes* sehen, wenn man denn genau hinsieht, was ich vorher nicht getan habe.

Auch das habe ich schließlich geschafft und mußte dann in Honrath nicht mal lange auf die Regionalbahn warten. Gut gerochen habe ich aber leider auch nicht mehr. Zumindest hat sich eine jüngere Frau, die in meiner Nähe saß, nach ein paar Minuten umgesetzt.

*: Bergisch Gladbach, Odenthal, Königsforst; Wanderkarte NRW (3); Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen; 4. Auflage 2003

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