Von Rösrath-Stümpen nach Honrath (16. März 2008)

Die folgende Tour ist relativ spontan entstanden, als ich feststellte, daß meine bessere Hälfte zu einer Dienstreise schon Sonntags früh aufbrechen mußte. Zum Glück ist das äußerst selten und sollte wenn möglich immer vermieden werden. Am 16. März 2008 bescherte mir das aber eine recht schöne Tour, die mir wieder mal gezeigt hat, daß es beim Wandern eben kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung gibt.

Ich brachte S. zum Flughafen und fuhr von dort aus zur Regionalbahnhaltestelle in Rösrath-Stümpen. Dort bin ich zunächst einmal wieder auf den alten Trick aller Verkehrsbetriebe der Welt reingefallen und wartete auf eine Regionalbahn Richtung Honrath, die aber nur werktags fährt. Ich hatte eigentlich vor zuerst mit der Bahn zu fahren und dann an den Ausgangspunkt zurück zu laufen. Das hat nämlich zwei Vorteile:

  1. Man kann sich normalerweise zu Beginn der Tour besser nach dem Fahrplan richten. Man weiß ja nie, wie lange man für die Strecke beim Wandern braucht.
  2. Man riecht vor einer Wanderung normalerweise deutlich besser als danach. Die Mitreisenden im Zug oder Bus danken das einem bzw. ärgern sich eben nicht.

Zum Glück war es mir das aber relativ egal und ich bin die Strecke einfach andersherum gelaufen. Bei dem kalten feuchten Wetter galt das mit dem Stinken sowieso nicht so stark und auf die Bahn hätte ich in Rösrath auch länger warten müssen.

Zur Strecke: Das Ziel war natürlich wieder an eine schon gelaufene Strecke anzuschließen, denn nach irgendwelchen Gesichtspunkten muß man aus den abertausenden von mögliche Strecken eine auswählen. Also mußte ich von Rösrath-Stümpen erst einmal nach Norden in den Königsforst in die Gegend des Mengelsberg. Hierfür folgte ich zunächst unmarkierten Wegen bis ich östlich von Kleineichen den mit >3 markierten Weg erreichte. Diesem folgte ich ein Stück, bis er dann vom mittlerweile dazugestoßenen >2 abzweigt. Dort folgte ich eben jenem >2. Südlich des Mengelsberges folgte ich dann dem Weg A3 nach Norden, um ihn bald danach auf einen unmarkierten Weg zu verlassen, der mich weiter östlich auf den mit A1, x22 und >5 markierten Weg brachte. Ab hier folgte ich dem Weg x22 dann bis Honrath mit zwei kleinen Ausnahmen.

  1. Kurz vor dem Parkplatz an der L288 nördlich von Forsbach habe ich einen unmarkierten Weg als Abkürzung gewählt. Dieser ist allerdings ein Reitweg und deswegen nicht zu empfehlen.
  2. Zwischen Rathenbach und Bleifeld habe ich über den Weg A2 ebenfalls ein Stück abgekürzt.

Das Stück nördlich von Forsbach in Richtung Sülze (toller Name, ich liebe gute Sülze) war das Stück, das mir am besten gefallen hat. Die Wege dort ensprechen so ziemlich dem, was ich mir unter den schönsten Wanderwegen im Wald vorstelle. Evtl. könnte es noch etwas enger sein:

Im Königsforst

In Sülze steht übrigens ein recht schön restauriertes (?) Gebäude, das auch irgend eine Denkmalplakette hat. Vielleicht ist es die Sülzer Burg oder sowas, ich weiß es nicht mehr. Man sollte solche Berichte eben direkt nach der Tour schreiben.

Sülzer Burg (?)

Der Weg von Sülze aus weiter führt dann halb über den Lüderich, der die höchste Erhebung von Rösrath ist. Dort war es durch den Regen leider ziemlich matschig:

Hoch Richtung Lüderich

Kurz dahinter in Bleifeld gab es noch eine Kneipe, die ganz gut von außen aussah, aber ich war nicht so hungrig und durstig, weshalb ich einfach weitergelaufen bin. Ansonsten gibt es auf der Strecke noch einen kleinen Fallstrick, weil der Weg x22 bei Durbusch einen etwas in die Irre führen kann. Das Stück, das hier kurz nicht gleich mit dem Weg >5a markiert ist, sollte man nicht gehen, denn der Weg führt kurz ohne wirklich ein Weg zu sein mitten durch den Wald. Das kann man auch auf der Wanderkarte des Landesvermessungsamtes* sehen, wenn man denn genau hinsieht, was ich vorher nicht getan habe.

Auch das habe ich schließlich geschafft und mußte dann in Honrath nicht mal lange auf die Regionalbahn warten. Gut gerochen habe ich aber leider auch nicht mehr. Zumindest hat sich eine jüngere Frau, die in meiner Nähe saß, nach ein paar Minuten umgesetzt.

*: Bergisch Gladbach, Odenthal, Königsforst; Wanderkarte NRW (3); Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen; 4. Auflage 2003

1 Antwort bis jetzt »

  1. 1

    An der schönen Ahr (1. Juni 2008 + 2 alte Touren) « Zisses Wandertouren sagte,

    Dienstag, 3. Juni 2008 @ 12:32

    [...] auch die Möglichkeiten - natürlich größer als z.B. bei einer Wanderung alleine wie bei der um Rösrath. Da wir mit vier Autos unterwegs waren, war es kein Problem, eins an der Römervilla in Ahrweiler [...]

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