In meiner freien Zeit im Juli habe ich mir einige Touren vorgenommen, bei denen ich bereits gewanderte Strecken miteinander verbinden wollte. Eine dieser Strecken führte mich von Einruhr über Erkensruhr auf die Dreiborner Höhe mit einem Besuch der Wüstung Wollseifen und Abstieg zur Urfttalsperre.
Ich war vor ein paar Monaten schon einmal mit S. eine Runde im hinteren Teil des Erkensruhrtals gegangen und vor gut einem Jahr mit Freunden eine Tour von Rurberg über den Kermeter zur Urfttalsperre und dann entlang des Obersees zurück gegangen. Diese sind nun verbunden.
Ab Erkensruhr ging die Strecke durch das ehemalige Truppenübungsgelände der belgischen Armee. Daher ist es hier absolut notwendig auf den Wegen zu bleiben, weil das Gelände teilweise vermint ist und auch von normaler Munition Gefahr ausgehen kann. Besonders gefährlich sind die Glasminen, die im 2. Weltkrieg hier gelegt wurden.
Landschaftlich wurde die Strecke dann auf der Dreiborner Höhe ziemlich interessant. Die Bilder unten fangen leider die wunderschönen Aussichten auf die Wiesen nicht so gut ein. Sehr beeindruckend war auch die Ginsterallee, die man auf dem Weg entlangwandert.
Im Nationalpark gilt übrigens auch das Wegegebot, das besagt, dass man nur auf den markierten Wegen gehen darf. Deswegen sieht man auch immer wieder abgesperrte Wege, die man nicht mehr betreten darf.
Oben auf der Hochfläche, liegt die Wüstung Wollseifen. Wollseifen war einmal ein normales Eifeldorf, das aber nach dem 2. Weltkrieg geräumt werden musste, weil es mitten in dem Truppenübungsplatz lag, der dort angelegt wurde. Ich erreichte das “Dorf” von Südwesten kommend und konnte zunächst die von den Belgiern zu Übungszwecken errichteten Rohbauten sehen.
Am anderen Ende des Dorfes steht die Kirche, die als einziges Gebäude halbwegs intakt geblieben ist. Es steht auch noch ein Rest der Schule und eines Trafohäuschens. Die Kirche wird gerade gesichert, weswegen sie eingerüstet ist. Auf dem Platz vor der Kirche befindet sich auch eine Infotafel, auf der man ein alte Karte des Dorfes und alte Fotos sehen kann.
Weil das Wetter recht unbeständig war, habe ich mich nicht lange in Wollseifen aufgehalten und folgte von dort aus dem Weg zur Urftalsperre. Auf dem Weg hat man einen schönen Blick über die Hänge am Urftsee und kann auch die NS-”Burg” Vogelsang sehen.
Nach ca. einer halben Stunde gelangte ich dann zur Urfttalsperre und genehmigte mir eine Bockwurst bevor ich zum Anleger der Rurseeschifffahrt ging die mich mit einem ihrer Elektroboote wieder zurück nach Einruhr fuhr.








