Archiv für September, 2008

Die Agger zwischen Flughafen und Autobahn (20.9.2008)

Was bin ich froh, daß ich zwar in der Stadt aber doch recht ruhig wohne. Die Anflugschneise der Flughafens ist zwar nicht so weit weg und ich kann beim Verfassen dieser Zeilen das ein oder andere Flugzeug beim Landanflug erblicken, aber der Lärm hält sich wirklich in Grenzen. Gestern jedoch habe ich bei der Auswahl der kleinen Wanderung nicht genau genug hingesehen und mich für die Aggerauen-Tour in der Wahner Heide entschieden. Der Weg selber ist schön und führt entlang der Agger hin und zurück, aber dummerweise ist das eben die Stelle, wo die Flugzeuge starten und zusätzlich kann man in den Pausen der Starts die nahe gelegene A3 hören.

Wenn man von der unangenehmen Geräuschkulisse absieht, war es aber doch ein schöner Ausflug. Der Weg selber ist das meiste Stück ein Schotterweg, der auch als Radweg benutzt wird. An einer Stelle bietet der markierte Weg zwei Alternativen. Der von uns genommene Weg führte recht unerwartet mitten durch ein Waldstück ohne richtige Pfade um einen dann direkt ans Ufer der Agger zu leiten, wo wir einen engen fast zugewachsenen Pfad zwischen irgendwelchen übermannsgroßen Blumen entlanggehen mussten. Wer sich vor so etwas ekelt, sollte an den Verzweigungen lieber geradeaus gehen und nicht abzweigen. Weiterhin läuft man durch den Campingplatz Lohmar-Ost, den man auch von der Autobahn aus sehen kann. So richtug werde ich die Dauercamper wohl nie verstehen…

Die Markierung des Weges fand ich etwas seltsam. Manchmal waren fast zu viele Schilder mit dem gelben Fisch zu sehen, manchmal fehlte leider an wichtige Stellen eine klare Aussage, wo man langgehen sollte. Das galt besondes and den beiden Brücken über die Agger, wo uns die zu wählende Straßenseite nicht ganz klar war.

Zum Einkehren kann ich den Biergarten zur alten Fähre an der Lohmarer Aggerbrücke empfehlen. Dort sitzt man ganz schön und der Zwiebelkuchen hat uns auch gut gemundet. Die junge Dame, die uns bedient hat war sehr  freundlich. Der Cuppucino war für meinen Geschmack allerdings etwas bitter.

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In die Eifel 1: Liblar – Hürth (30. August 2008)

Letztes Wochenende habe ich mein nächstes Verbindungsprojekt gestartet und bin dabei von meinem großartigen Schwiegervater begleitet worden. Die Wanderung war die erste, um nach und nach Köln mit der Eifel zu verbinden. Weil ich schon einmal von Köln nach Hürth spaziert bin, konnte ich die Route dort ansetzen. Aus taktischen Gründen sind wir in Liblar am Bahnhof gestartet und zurück nach Hürth gelaufen. Ein großer Dank gebührt meiner Liebenswerten Schwiegermutter, die uns nach Liblar gebracht hat.

Spannend war einmal zu sehen, wie eine rekultivierte Landschaft aussieht, die aus Braunkohleabbaugebiet entstanden ist. Genau weiß ich leider nicht, wann man all die Bäume gepflanzt hat, aber ganz sicher erkennt man, daß der größte Teil des Waldes ziemlich gleich alt ist. Die Stämme haben alle einen ähnliche Durchmesser. Interessant ist auch der starke Höhenunterschied zwischen dem normalen Areal und den Oberflächen der Seen, die in den Tagebaulöchern entstanden sind. Man muß auf der Karte nur ein Stück nach Westen sehen, um einen Eindruck dafür zu bekommen, wie stark der Eingriff in die Landschaft durch einen Braunkohletagebau ist. Allerdings ist der Tagebau Hambach deutlich größer und sicher nicht direkt mit den alten Abbaugebieten in der Ville vergleichbar. Wie wohl der See aussehen wird, der vielleicht einmal in Hambach entsteht? Das Loch in der Erde ist schon einmal deutlich größer als z.B. meine Lieblingsstauseen, Urft- und Rursee.

Wie auch immer, die Wanderung war sehr angenehm, denn auch ein rekultivierter Wald ist ein Wald. Dort ist die Luft bekanntlich gut und wir hatten viel Zeit für eine gute Unterhaltung. Die Könige der Wälder haben wir zwar nicht getroffen, aber dafür einen kleinen Frosch, der uns vermutlich nicht den Weg versperren wollte.

Wir haben einen großen Schritt an ihm vorbei gemacht und uns nicht länger aufhalten lassen. Ab Hürth-Kendenich würde es dann doch schwer unser Ziel in Hürth-Hermülheim über Feld- und Waldwege zu erreichen und wir standen kurz vor dem Ziel vor diesem Feld, von dem man eine schöne Aussicht auf Köln hatte. Leider fehlte der Weg, den wir eigentlich gehen wollten.

Ich bitte den Bauern vielmals um Entschuldigung, daß wir entlang des Randes über sein Feld gelaufen sind. Da mir zumindest diese Gegend von Hürth nicht als großes Wandergebiet bekannt ist, hoffe ich, daß wir die einzigen waren und das Feld keinen Schaden nimmt. Wir wären besser vorher ein kleines Stück dem Römerwasserleitungswanderweg gefolgt. Eigentlich wollten wir einem in der Wanderkarte eingezeichneten Feldweg folgen.

Nachdem wir unserem schlechten Gewissen ein wenig mehr aufgeladen hatten, sind wir wenig später schließlich bei meinen Schwiegereltern angekommen und mit lecker Zwetschgenkuchen verpflegt worden.

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